Fixmaße, Fertigteile, Möbelfronten
Alle Elemente produzieren wir zunächst als vollformatiges Verbund- oder Strangelement. Die Elemente liefern wir nach Ihren Wünschen zugeschnitten in Fixlängen oder als Fertigteil mit Kanten, Bohrungen und Ausfräsungen. Möbelfronten, z.B. für Küchen, fertigen wir auch kommissionsweise.
Beschichtungsmaterialien
Für Sie verarbeiten wir alle handelsüblichen HPL- und CPL-Varianten der bekannten Hersteller sowie Senosan-Acrylfolien aus dem Hause Senoplast.
Auf Anfrage verarbeiten wir auch Linoleum, Furnier mit Fleece-Rückseite, Lederimitat und andere dekorative Oberflächen. Für die Fertigung von Postformingelementen muss das Laminat in nachformbarer Qualität zu Verfügung stehen (nur mit HPL oder CPL möglich). Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Formate der Laminathersteller. Diese geben uns die maximalen Abmessungen der Elemente vor.
Bei der Radiusauswahl gilt der Grundsatz: 10 x Laminatdicke = kleinstmöglicher Radius (z.B.: 0,8 mm Laminatdicke x 10 = 8 mm Radius)
Ausnahme: Postformingfronten mit Trägerdicken bis zu 18 mm können auch mit 0,8 mm Beschichtungsdicke einen Radius von ca. 3 mm erhalten.
Oberflächen
Für Sie verarbeiten wir alle handelsüblichen Oberflächen. Bitte beachten Sie bei Hochglanz Oberflächen, dass diese anfälliger für Gebrauchsspuren sind (Kratzer etc.). Bei normalem Gebrauch wird eine Hochglanz-Oberfläche im Laufe der Zeit mit leichten Kratzern übersät sein. Dies stellt jedoch keine Beeinträchtigung der Gebrauchseigenschaften dar. Es handelt sich hier lediglich um eine optische Beeinträchtigung.
Bei der Lieferung ist die Hochglanz- Oberfläche mit einer Schutzfolie versehen. Diese sollte erst nach der Montage entfernt werden.
Trotz dieser Folie sind in der Regel schon bei der Anlieferung der Laminate in unserem Werk leichte Kratzer vorhanden. Diese sind in der Herstellung nicht zu vermeiden. Eine Reklamation beim Hersteller der Laminate ist nicht möglich. Durch die notwendige Hitzeeinwirkung bei der Verformung des Laminates kann es bei den Hochglanz-Oberflächen außerdem zu Mattierungen im Rundungsbereich kommen. Diese sind, je nach Dekor und Laminathersteller, unterschiedlich intensiv.
Bitte beachten Sie, dass die o.g. Punkte für uns keinen Grund zur Reklamation der Verbund- oder Postforming-Elemente darstellen.
Für Elemente mit Senosan-Beschichtung beachten Sie bitte unsere Broschüre:
„Produktinformation + Qualitätskriterien, Empfehlungen zu Reinigung, Pflege und Polieren von Senosan-Oberflächen"
Um ein Quellen des Trägers zu verhindern, sind in jedem Fall vor dem Einbau sämtliche rohen Kanten zu beschichten bzw. zu versiegeln. Andere Trägermaterialien auf Anfrage.
Gegenzugmaterialien
Als Gegenzug verwenden wir standardmäßig Gegenzuglaminat nach Werkswahl. Hier überlassen Sie uns die Dekorauswahl. Es können dabei maximal drei Laminatstreifen sauber aneinander gefügt sein. Bei den Holzspanplatten FPY V20/E1 verwenden wir nach unserem Ermessen ab der Trägerdicke 22 mm auch weiße Gegenzugpapiere.
Auf Wunsch verwenden wir selbstverständlich auch Gegenzüge nach Ihren Dekorvorgaben.
Verleimung
(Definition nach EN 204)
Die Flächen- und Radienverleimung erfolgt standardmäßig in Anlehnung an D2/D3. Auf Kundenwunsch ist auch eine Verleimung in Anlehnung an D3/D4 möglich.
D2 = Innenbereich mit gelegentlich kurzzeitiger Einwirkung von abfließendem Wasser oder Kondenswasser und/oder kurzzeitiger hoher Luftfeuchtigkeit mit einem Anstieg der Holzfeuchte bis max. 18%
D3 = Innenbereich mit häufiger kurzer Einwirkung von abfließendem Wasser oder Kondenswasser und/oder eine langzeitige Einwirkung hoher Luftfeuchte. Außenbereich vor Witterung geschützt.
D4 = Innenbereich mit häufiger starker Einwirkung von abfließendem Wasser oder Kondenswasser. Außenbereich der Witterung ausgesetzt, jedoch mit angemessenem Oberflächenschutz.
Verzugsfreiheit
kann nur bei völlig symmetrischem Aufbau der Elemente und sachgerechter Lagerung gewährleistet werden. Eine Symmetrie bei Trägern <22 mm ist nicht gegeben, wenn:
Ferner können trotz symmetrischen Aufbaus bei Trägerplatten <16 mm erhöhte Verzugswerte auftreten.
Mehr- / Minderlieferungen
Produktions- und materialbedingte Minimalfehler, die die Produktqualität nicht beeinträchtigen und innerhalb der 1. Wahl zulässig sind, werden nach der Sortiervorschrift in Anlehnung an die DIN EN 438 und die internationale ISO-Normung beurteilt. Fehlerstellen, die über diese Richtlinien hinausgehen, und produktionsbedingte Fehler werden angezeichnet und nicht berechnet. Sofern uns von Ihnen bei der Bestellung keine Nutzlängen angegeben werden, behalten wir uns vor, Elemente mit bis zu 400 mm Endabzügen mitzuliefern. Eine produktionsbedingte Mehr- oder Minderlieferung von max. 5% pro Position ist zulässig.
Zertifikate
Bei Bedarf können Prüfberichte und/oder Zertifikate zu den eingesetzten Materialien beigestellt werden, soweit uns diese durch die entsprechenden Hersteller zur Verfügung gestellt werden. (Bitte fordern Sie diese im Bedarfsfall an.) Technische Änderungen behalten wir uns vor.